Endlich gibt es das erfolgreiche Kickstarter-Spiel Zombicide auch auf deutsch. Ich habe wieder ein Video erstellt, in dem ich alle Kompomenten des Spiels zeige und ein wenig auf die Spielmechaniken eingehe. Wer sich also eine erste Übersicht verschaffen möchte, was das Spiel überaupt ist und wie es so grob geht, der sollte einmal einen Blick ins Video werfen. Danach sollte man auch schon so grob einordnen können ob das Spie etwas für einen ist oder nicht. Wer neugierig geworden ist, findet im folgenden noch detailliertere und umfassendere Informationen und auch Tipps, welche Missionen aus dem Regelheft sich besonders lohnen.
Worum gehts?
Zombicide ist ein kooperatives Miniaturenspiel in dem die Spieler Überlebende einer Zombieapokalypse steuern. Die Spieler wählen aus einem Szernarioheft eine Mission und versuchen diese zu erfüllen. Dabei erscheinen nach und nach immer mehr Zombies, die Helden rüsten sich immer besser aus und gewinnen immer mehr an Erfahrung, wobei sich der Schwierigkeitsgrad mit zunehmender Erfahrung anpasst. In manchen Szenarien kann man sogar mit Fahrzeugen fahren und Zombies aus dem Weg räumen. Die Regeln des Spiels sind dabei sehr einfach und in wenigen Minuten erklärt. Das Spiel lebt in erster Linie davon, dass es gelingt, den Flair von Zombiefilmen hervorragend in Spielform zu transferieren.
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Genaures zu den einzlenen Aspekten im folgenden:
Komponenten:
Zombicide ist ein Miniaturenspiel, ergo sind natürlich die zahlreichen Miniaturen das Highlight . 71 Stück bekommt man in der Schachtel und sie sind wirklich großartig. Es gibt vier verschiedene Zombietypen (Schlurfer, Läufer, Fettbrocken und ein Monstrum) die sehr fein modelliert sind und sich gut zum anmalen eignen (dafür gibts auf Boardgamegeek einen Guide). Toll finde ich das die Zombies nicht alle gleich aussehen. Bei den 40 Schlurfern gibt es fünf verschiedenen Typen, bei den 16 Läufern gibt es noch zwei verschiedene Typen und bei den Fettbrocken dann nur noch einen, sowie eben ein Mostrum.
Die Helden sehen alle unterschiedlich aus und lassen sich unangemalt sehr gut durch die Farben unterscheiden, auch wenn ich immer dazu neige Wanda mit einem Zombie zu verwechseln ;)
Die Kartenteile sind ebenfalls recht gut gestaltet, mit ein paar kleinen Eastereggs (z.B. Anspielungen auf Zombieland, man findet Barack Obama auf einem Time Cover, etc.). Leider wellen sich bei mir einige der Spielplanteile. Zwar nicht so stark wie bei Betrayal at house on the hill, aber das ist unnötig. Ich weiß nicht ob das nur bei meiner Ausgabe so ist und ich muss mal beobachten ob sich das noch fortsetzt oder einfach in dem Rahmen bleibt in dem es jetzt ist.
Die sonstigen Karten, Marker und Spielbögen, haben eine normale, gute Qualität. Lediglich die Marker zum Anzeigen der Erfahrungspunkte sind etwas fummelig und sorgen dafür, dass sich die ausgerüsteten Karten gerne mal verschieben.
Generell gut finde ich, das alle Miniautren in Plastikvorrichtungen die in Pappschubern stecken untergebracht sind. Damit kann einfach nichts kaputt gehen. Allerdings sind die Miniaturen so gut, dass ich sie einfach nach Typen getrennt in Zippbeuteln untergebracht habe, das erleichtert die Handhabung beim Spielen.
Bis auf die kleinen Mängel bei einzelnen Spielplanteilen zeichnet sich Zombicide durch hochwertiges und umfangreiches Material aus - sollte es auch bei einem Preis von 75€, um so ärgerlich die leicht gebogenen Spielplanmarker.
Regeln:
Die Regeln sind sehr gut geschrieben. Wer mit solchen Spielen vertraut ist findet sich sehr schnell zurecht, fast alles ist sehr intuitiv und logisch, nur ein paar Mechaniken sind der Spielbalance geschuldet und nicht so intuitiv (z.B. das Aufsplitten ungerader Gruppen bei der Zombiebewegung). Sie sind gut strukturiert und schnell verstanden. Wer noch nie ein Spiel in der Richtung gespielt hat sollte nicht den Fehler begehen ein paar Freunde einzuladen, alles aufzbauen und dann anfangen die Regel zu lesen. Dann sitzt man erstmal ewig daran zu verstehne wie alles geht und die die Regeln hören müssen dürften sehr schnell sehr gelangweilt sein. Lieber sich alleine einmal hinsetzen, die Regeln lesen und ein Solospiel mit vier Spielern spielen, nur zwei, drei Runden, um alle Mechaniken zu verstehen. Am besten nach der ersten richtigen Partie noch einmal die ganzen Regeln lesen um herauszufinden ob und was man falsch gemacht hat. Aber wie gesagt, insgesamt sehr eingänglich und gut zu verstehen. Zombicide ist ein spaßiges, aber kein komplizertes Spiel.
Die Helden:
Es gibt sechs unterschiedliche Helden, zwei weibliche und vier männliche. Über ihre Hintergrundgeschichten berichtet die Spielschachtel, so bekommt jeder auch ein wenig Persönlichkeit.
Die Charaktere haben alle ihre eigene individuelle Miniatur und alle unterschiedliche Sondereigenschaften. Steigt man durch Zombietöten im Rang auf bekommt man zusätzliche Fertigkeiten bzw. kann zwischen diesen wählen, wobei die Wahl immer nach Szenario unterschiedlich sein kann, das ist sehr gut gelöst.
Die Zombies:
Es gibt vier unterschiedliche Typen: Schlurfer, Fettbrocken, Monstrositätn und Läufer. Die Schlurfer sind die klassischen, Zombies wie man sie aus Filmen kennt. Dumm, langsam, leicht zu töten. Aber in großen Massen können sie zu einem echten Problem werden. Mit nur einem Schadenspunkt tötet man sie.
Die Fettbrocken sind da schon schwerer zu töten. Waffen die nur einen Schaden machen richten bei ihnen gar keinen Schaden an, nur Waffen mit mindestens zwei Schaden töten sie. Außerdem erscheinen sie immer zusammen mit zwei Schlurfern.
Die Monstrosität ist mit keiner im Spiel vorhandenen Waffe tötbar. Man benötigt Waffen die drei Schaden anrichten. Die einzige Möglichkeit ist einen allesvernichtenden Molotov-Cocktail zu werfen. Den muss man aber erstmal bauen können.
Die Läufer können ein echtes Problem werden. Sie werden pro Zombiephase zweimal aktiviert.
Normalweise werden Zombies einmal aktiviert. Sind sie auf einem Feld mit einem Überleben attakcieren sie ihn und treffen immer - sie müssen nicht würfeln. Sind sie auf keinem Feld mit einem Überlebenende bewegen sie sich einfach ein Feld in Richtung der Überlebenden. Kommen sie dabei auf ein Feld mit einen Überlebenden greifen sie dennoch nicht an, sondern erst in der nächsten Runde, falls sie dann noch leben. Die Läufer werden zweimal aktiviert. Im ungünstigens Fall greifen sie somit zweimal an, was sehr schnell sehr tödlich werden kann. Oder sie bewegen sich in ein Feld mit Überlebenden und greifen dann an. Im besten Fall bewegen sie sich einfach nur zwei Felder weit. Durch ihre schnelle Bewegung sind sie unangenehme Gegner. Zombies bewegen sich immer zu den Helden hin. Müsste sich eine ungerade Gruppe von Zombies aufteilen wird die kleinere Gruppe automatisch aufgefüllt. Dies mag erstmal etwas seltsam erscheinen, macht aber Sinn, da man so verhindern kann, dass die Spieler die Bewegung der Zombies so manipulieren, dass es für sie einen leichten Weg gibt. Die Beeinflussung der Zombiebewegung muss im eigenen Zug geschehen, nicht in der Zombiephase.
Gegenstände / Kampf:
Man kann mit jedem Überlebenden einmal pro Zug in einem Gebäude oder Fahrzeug suchen. Dabei kann man viele, viel Waffen finden, die gut für den Nah- oder Fernkampf geeignet sind, oder auch zum Türen aufbrechen. Außerdem gibt es einiges an Zubehör, am wichtigsten ist Munition die es einem ermöglicht einen vermasselten Angriff noch einmal zu wiederholen. Wichtig sind auch Flaschen. Und Benzin. Hat man Bezin und eine Flashce kann man einen Molotov-Cocktail bauen. Diesen kann man einmal werfen und er zerstört ALLES in der Zone. Schlurfer, Monstrositäten aber auch Überlebende.
Unverletzt kann man maximal fünf Gegenstände ausgerüstet haben, wobei man eine Waffe mit Zweihandsymbol die man zweimal besitzt für eine Aktion auch zweimal abfeuern kann. Macht natürlich auch viel Lärm. Mit Nahkampfwaffen kann man nur im gleichen Feld angreifen, mit Fernkampfwaffen in der Regel bis zu einem Feld weit, mit dem Gewehr 1-3 Felder weit. In der Regel kann man 1-2 Würfel werfen, und trifft je nach Waffe mal besser, mal schlechter. Mit einer Pfanne nur bei einer 6 mit einem Gewehr immerhin schon bei 3+.
Missionen:
Im Regelheft gibt es eine Einführungs- und 10 weitere Missionen. Diese sind unterschiedlich lang (von 45-180 Minuten) und unterschiedlich gut. Ich habe z.b. den Fehler gemacht und nach der Einführungsmission gleich Mission 02 gespielt, wegen der Länge von Minuten. Das war ein Fehler, denn es ist eine der schwächsten. Es gibt sicher viele Besitzer dieses Spiels, die es ständig spielen werden, aber auch manche, die nur ganz selten die Gelegenheit und Mitspieler dafür finden. Daher habe ich mal ein wenig auf Boardgamegeek recherchiert und eine Rangliste der bestbewertesten Missionen herausgesucht, damit man einen Anhaltspunkt hat, welche Missionen sich auf jeden Fall lohnen und von welchen man vielleicht eher Abstand nehmen sollte:
Bewertung der Missionen aus dem Regelheft:
01 City Blocks (original version) - 8.6
10 Small Town (original version) - 8.6
05 Big W (original version) - 8.1
08 Zombie Police (original version) - 7.6
04 Drive-by Shooting (original version) - 6.9
09 Might Makes Right (original version) - 6.8
06 The Escape (original version) - 6.2
03 The 24Hrs Race of Zombicity (original version) - 5.4
02 Mission: Y-Zone (updated) - 4.4
07 Mission: Grindhouse - 4.3
Quelle: Boardgamegeek
Die Missionen bauen thematisch aufeinander auf und erzählen eine kleine Geschichte, aber es gibt kein Kamapagnensystem, d.h. die Charaktere entwickeln sich nicht von Mission zu Mission weiter, sondern man fängt immer wieder bei Null an. Finde ich persönlich aber nicht so schlimm, denn ich werde wahrscheinlich eh nie dazu kommen alle Missionen mit einer Gruppe durchzuspielen.
Doch mit den Missionen im Regelheft ist noch lange nicht Schluss. Auf der Homepage des GuillotineGames gibt es über 40 weitere Missionen zum Download. Ich habe noch nicht überprüft ob sie alle mit dem Basissspiel spielbar sind, oder man für manche die Erweiterung bzw. das zweite Basisspiel benötigt. Die im Video erwähnte Kampagne aus sechs Missionen ist leider nur mit einer Kickstarter-Erweiterung spielbar. Auch viele dieser Missionen wurden bewertet, im Kommentar werde ich den Link und eine komplette Übersicht über alle Missionen einstellen.
Platz:
Je nach Mission braucht man Platz. Ich habe eine 135x100cm Platte als Auflage für meinen normalen Küchentisch für Brettspiele. Wenn man ein Szenario aus 3x3 Platten spielt wird es da schon sehr eng auf dem Tisch. Allerdings bekommt man mit dieser Fläche noch alles auf dem Tisch unter. Hat man einen kleineren Tisch könnte es etwas eng werden.
Spielerzahl:
Zombicide ist für 1-6 Spieler ausgelegt. Dabei spielt man alleine 4 Überlebende, zu zwei spielt jeder 3 Überlebende, zu dritt bekommt jeder zwei und bei 4-6 Spieler. Dieses System hat diverse Nachteile:
Zum einen sind manche Missionen für bestimmte Spielerzahlen ausgelegt. Ein Szenario aus dem Regelheft kann man z.B. gar nicht mit mehr als drei Überlebenden spielen, weil die anderen drei erst gefunden werden müssen. Andere Missionen sind mit zu vielen Spielern viel zu leicht.
Darüberhinaus können Überlebende sterben. Und sie sind dann tot. Aus dem Spiel. Das ist zum einen gut und sehr positi, weil es den Druck erhöht und dafür sorgt, dass tatsächlich ein Surival-Feeling aufkommt und man eben auch verlieren kann. Bei bis zu drei Spielern in der Regel auch kein Problem weil man ja noch einen zweiten Charakter hat den man steuern kann. Und in sehr vielen Fällen kann man Wunden gut vermeiden, da man weiß wie sich die Zombies bewegen und dies zu seinem Vorteil nutzen kann.
Aber: Es kann eben auch vorkommen, dass ein Überlebender direkt zu Anfang eines Szenarios stirbt. Spielt man mit vier oder mehr Spielern hat dieser Spieler nun nichts mehr zu tun und er kann zugucken. Oftmals ist der Tod eines Überlebenden auf spielerische / taktische Fehler zurückzuführen die man begangen hat, manchmal hat man aber einfach Würfelpech oder wird von Zombies durch Kartenpech überrannt.
Wenn man also mit mehr als drei Spielern spielt sollte man tunlichst vermeiden dass jemand in der ersten Hälfte des Szenarios stirbt. Wenn gegen Ende eines Szenarios nach und nach mehrere Spieler sterben ist das eben frustrierend, aber das gehört dazu ;)
Erweiterungen:
Es gibt mittlerweile Zombicide 2: Prison Outbreak und Zombicide: Toxic City Mall. Ebenfalls wieder Kickstarterprojekte, die es mittlerweile in Amerika auch schon regulär zu kaufen gibt. Ich hoffe sehr, dass sich Zombicide in Deutschland so gut verkauft, dass es die beiden Erweiterunten auch auf deutsch geben wird nächstes Jahr. Ich werde definitiv nicht so lange warten und sie mir vorher schon auf englisch zulegen. Das Spiel ist weitestgehend sprachunabhängig und für mich sind englische Spiele generell kein Problem.
Aber auch darüber hinaus. Wie gesagt war Zombicide ein Kickstarterspiel (mehr zu Kickstarter in den Kommentaren) und es gibt viele Extras, die nur die Kickstarter-Unterstützer des Spiels bekommen haben. Das sind viele extra Helden, neue Zombies, spezielel Würfel, etc. pp. Wer möchte kann also sehr viel Geld bei eBay lassen um sich noch sehr viel mehr Zeug dazu zu kaufen.
Mit der Erweiterung soll das Problem gelöst werden, dass Spieler die sterben aus dem Spiel ausgeschieden sind. Sie kehren dann als Zombivor zurück, wahrscheinlich auf der Seite der Zombies und können so weiterhin mitspielen. Auf die genaue Umsetzung bin ich sehr gespannt, wenn des Ausscheiden-Problem gelöst wird, würde das Spiel auf jeden Fall nochmal deutlich gewinnen.
Verknüpfung von Thema mit den Spielmechaniken und der Atmosphäre:
Dies ist ein Zombiespiel durch und durch. Es ist trashig, spaßig unterhaltsam. Wer Zombies mag wird dieses Spiel lieben. Es kommen permanent neue Zombies aufs Spielfeld, der Fluß an Zombies wird nie unterbrochen, immer muss man sich durch Horden von Zombies kämpfen, und mit zunehmender Erfahrung der Helden werden es immer mehr. Man kann Lärm machen um Zombies abzulenken, muss Türen aufbrechen, kann mit Fahrzeugen durch die Gegend fahren, man findet jede Menge Waffen, schlachtet Massen von Zombies ab, aber es rücken dennoch immer ohne Ende Zombies nach. Ich habe noch kein anderes Zombiespiel gespielt, dass so ein Erlebnis bietet. Zombies!!! ist ja eher eine Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Variation eines Zombiespiels, Dark Darker Darkest hat ebenfalls Zombies ist aber in erster Linie kein Zombiespiel sondern ein Das-Haus-Gegen-Die-Überlebenden-Spiel und deutlich komplexern, anspruchsvoller und mit mehr Frustrationsmöglichkeiten, Last Night on Earth ist noch ein wenig Storylastiger, aber simuliert nicht so stark die permanente Bedrohung durch die Zombies. Das einzige Spiel dass da momentan rankommen könnte, ist Zpocalypse, aber das ist ebenfalls ein Kickstarterspiel, das bisher noch nich regulär veröffentlich wurde.
Anspruchsgrad:
Wie gesagt, Zombicide ist ein thematisches Hack'n'Slay-Spiel. Wer in erster Linie ein gutes Spiel sucht und dem das Thema dabei egal ist, der wird an Zombicide keine Freude haben. Nicht dass es ein schlechtes Spiel wäre, im Gegentei, aber das Spiel ist das Thema. Durch und durch. Keine Freude an Zombies generell = keine Freude an Zombicide. Die Regeln sind sehr simpel, aber trotzdem relativ ausgefeilt, zumindest gibt es viele nette Details, bzw. auch details die komisch wirken, aber Sinn machen (z.B. das man bei einem Fernkampfangriff immer zuerst einen Überlebenden in der selben Zone trifft). Ein klassisches Beer'n'Brezel-Spiel, bei dem es in erster Linie darum geht Spaß am Erfüllen der Mission geht und in dem vieles ausgewürfelt wird.
Bisher mochten es alle meine Freunde, egal ob es Hardcore-Gamer oder Gelegenheitsspieler waren. Gerade durch die einfachen und relativ unkomplizierten Regeln ist es auch sehr gut für Wenig- oder Gelegenheitsspieler geeignet. Für den klassischen Eurogamer, der lieber Rohrstoffe in Waren umwandelt, Landschaften in Südfrankreich nachbaut oder sich liebevoll um seinen Bauernhof kümmert dürfte dieses Spiel überhaupt nichts sein - außer er mag auch Zombies ;)
Musiktipp:
Wer Spotify oder ähnliches nutzt dem Empfehle ich beim Spielen im Hintergrund den Walking Dead Soundtrack oder den von Deus Ex: Human Revolution laufen zu lassen. Wahlweise eignet sich auch ein Zombiefilm nebenbei. Gerade falls ein Spieler doch schon früh ausscheidet ;)
Fazit:
Ich liebe dieses Spiel. Zombicide ist DAS Zombiespiel auf das ich ewig gewartet habe. Es ist unfassbar thematisch, erzeugt ein ständiges Druck-Gefühlt und macht einfach Spaß. Das Spiel wird von Verlagsseite auch hervorragend gespielt, zusätzlich zu den Missionen im Regelheft gibt es noch duzende guter Szenarien online. Das ist auch ganz gut so, denn das Spiel ist schon sehr teuer, und da wäre es schade, wenn nach 10 Missionen schon alles vorbei wäre. Man ist auhc sehr schnell versucht, sich bei eBay noch weiteres Zubehör für das Spiel zu kaufen. Ich werde mir auf jeden Fall noch das zweite Basisspiel und die Erweiterung zulegen, wenn auch erstmal nur auf englisch. Sehr schön ist die Zeitangabe der Szenarien, so dass man sowohl eine als auch drei Stunden mit diesem Spiel verbringen kann.
Aber es ist kein Spiel für jedermann und es hat seine Mankos. Wer mit Zombies nichts anfangen kann, wird mit dem Spiel nicht glücklich - gut das The Walking Dead gerade so beliebt ist ;) Das mögliche frühe Ausscheiden eines Spielers kann bei mehr als drei Spielern doof sein und auch die Qualität der Spielplan teile ist, zumindest in meiner Ausgabe, suboptimal.
Aber die positiven Eindrücke überwiegen voll und ganz. Wer mit seinen Freunden einfach einen Abend Spaß haben möchte, sich mit ein paar Waffen ausrüsten und ein paar Zombies erledigen möchte, der ist hier genau an der richtigen Adresse! Eines meiner derzeitigen Lieblingsspiele und auch alle meine Freunde meinte sie würden gerne vorbeikommen wenn ich es nochmal spiele - und das ist immer das beste Kompliment für ein Spiel
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