Worum gehts?
"Die Titanic wird untergehen". Diese Zitat trifft auch auf SOS Titanic zu: Sie wird untergehen. Und die Aufgabe der Spieler ist es, so viele Passagiere wie möglich zur retten.
Zum Spielablauf habe ich ein Video erstellt, in dem ich zeige, wie das Spiel genau funktioniert. Man bekommt denke ich eine bessere Vorstellung davon wenn man es sieht, als wenn es hier im Detail beschrieben wird.
Wie gehts?
Zusammengefasst ist die Spielmechanik eine Patience bzw. Solitär Variante. Das an sich wäre ja nicht so interessant, daher gibt es zum einen Aktionskarten, die einem die Rettung erleichtern und zum anderen Charakterkarten, von denen jeder Spieler vor Spielbeginn zufällig eine bekommt. Jeder Charakter hat eine besondere Fähigkeit, die die Spielregel ein wenig verändert. Die Aktionskarten erlauben es einem z.B. im Nachzieh- oder Ablagestapel nach bestimmten Karten zu suchen, ein paar Karten im Nachziehstapel vorzuziehen, zwei Reihen auf der Titanic zu wählen und die Karten neu zu verteilen, alle gezogenen Karten neu zu mischen, sich eine Reihe komplett anzusehen und dann eine Karte zu wählen und nach vorn zu legen während alle anderen gemischt werden etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig und kreativ. Durch anlegen und verschieben von passenden Karten müssen nach und nach die verdeckten Karten aufgedeckt werden und die Passagiere anschließend auf Rettungsbote evakuiert werden.
Spielmechanik vs. Thema
Ich finde es sehr faszinierend wie gut das Thema mit der eigentlich altbackenen Spielmechanik integriert wurde, alles ergibt irgendwie Sinn. Die Titanic sinkt, daher flüchten die Charaktere auf höher gelegene Decks, wodurch es dort zu immer mehr Chaos kommt. Die Crew kann in einem gewissen Maße rettend eingreifen und durch Actionskarten versuchen, ein wenig Ordnung in der Chaos zu bringen. Sehr motivierend ist vor allen Dingen die Tatsache, dass man die historische Crew als Vorbild hat. Man kann durch Rettung der Passagiere 60 Punkte erreichen. Die historische Crew hätte 19 erreicht. Das heißt selbst wenn man das Spiel nicht komplett schafft, so hat man immer noch das Gefühl etwas geschafft zu haben, wenn man mindestens 19 Punkte erreicht hat, was im Grunde in den meisten Fällen problemlos zu schaffen ist.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Wer wie ich Patience nur vom Solitär-Spiel auf Windows rechner kennt dürfte die Mechanik, dass Decks mit der Zeit vollaufen und man dann die entsprechenden zwei Stapel zuammen mischt ganz gut finden. Denn beim normalen Solitär hat man verloren wenn Karten die man zwingend benötigt irgendwo unter den verdeckten Karten liegen und man einfach durch die vorhandenen Karten nicht herankommen kann. Dadurch, dass hier die Kartenreihen ab und zu neu gemischt werden besteht zumindest die Chance, dass die benötigten Karten ans Licht kommen, wobei man trotzdem versuchen sollte, die so entstehenden Reihen nicht zu lang werden zu lassen.
Wiederspielreiz
Das Spiel ist auf jeden Fall eines der besten und motivierendsten Solospiele, die ich in letzter Zeit gespielt habe. Auch wenn man nicht total frustriert ist, wenn man nicht alle Passagiere rettet, so packt man das Spiel doch nicht lange weg, weil man es einfach nochmal versuchen und besser machen will.
Dabei hat hat das Spiel den Vorteil im Vergleich zum ebenfalls hervorragenden Mage Wars, dass es deutlich weniger komplex und lang ist. Eine Partie ist in der Regel in ca 30 Minuten (± 10 Minuten) gespielt. Trotzdem ist es sehr unterhaltsam und motivierend.
Solo oder Gruppenspiel?
Durch die Charakter- und Aktionskarten macht es sogar mit mehreren Personen sehr viel Spaß. Jeder Spieler hat durch seinen Charakter eine andere Spezialfähigkeit und jeder Spieler erhält in der Regel im Verlauf des Spiels eigene Aktionskarten. Dadurch macht es Sinn sich abzusprechen, wer wann was macht. Gerade wenn man sich Kartenstapel ansehen (und danach wieder mischen kann) ist es von unglaublichen Vorteil wenn mehr Augen am Tisch sind, da sich mehr Leute einfach mehr Karten mischen können. Dadurch findet man unter Umständen raus, wo welche Karten vorhanden sind und kann daher besser entscheiden, welche Karten man wo anlegt. Ich würde behaupten, dass das Spiel im Grunde etwas einfacher wird, wenn man mit mehr Leuten spielt. Und auch mit mehr Spielern ist der eben erwähnte "Nochmal"-Faktor vorhanden. Nach der ersten Partie mit mehreren Leuten wurde das Spiel eingepackt, eine Runde King of Tokyo gespielt und statt noch eine Runde KoT zu spielen wurde vorgeschlagen vielleicht doch noch einmal zu versuchen, mehr Leute auf der Titanic zu retten.
Es ist also gleichermaßen ein hervorragendes Solospiel, macht aber auch mit mehr Personen sehr viel Spaß.
Das spricht in meinen Augen sehr für das Spiel, auch ich alleine habe schon sehr viele Partien gespielt. Und das obwohl ich es eigentlich total doof finde, Spiele allein zu spielen. Aber die 30 Minuten um es vlt. doch mal komplett zu schaffen schiebt man dann doch mal eben zwischen.
Reaktionen von neuen Spielern
Die Reaktion vieler Menschen auf das Spiel ist erstmal "Wie Patience / Solitär als Kartenspiel mit Thema? Aha ... interessant ..." mit einem leicht gelangweilt, uninteressierten Unterton. Vielleicht ist das bei euch auch gerade der Fall. Wenn man dann weiter erzählt, dass es Aktions- und Charakterkarten gibt wächst das Interesse in der Regel ein wenig, und wenn man dann noch sagt, dass es nur 30 Minuten dauert, probieren es die meisten dann doch aus. Und bisher habe ich noch niemanden erlebt, der das Spiel hinterher nicht mochte, eigentlich jeder fand es gut gemacht und wollte am liebsten sofort noch eine Partie spielen. Das ist nicht bei vielen Spielen der Fall. Selbst spiele die man generell mag, möchte man nicht immer zwingend direkt nochmal spielen.
Natürlich ist das Spiel nicht übermäßig komplex, da muss man dann doch schon eher zu Mage Knight und Co greifen. Es ist aber unglaublich motivierend und unterhaltsam und genau das sind für mich persönlich die zwei wichtigsten Anforderungen die ein Spiel erfüllen muss.
Fazit:
Wie hoffentlich rübergekommen ist, mag ich SOS Titanic sehr. Die Spielmechanik wurde hervorragend mit dem Thema verknüpft und zwar deutlich besser als es bei vielen anderen Strategiespielen der Fall ist, denen im Prinzip ein beliebiges Thema übergestülpt werden könnte. Hier macht das Thema wirklich Sinn und man fühlt sich schon ein wenig als Crew Mitglied der Titanic. Egal ob Solo oder als Gruppe, das Spiel unterhält in beiden Konstellationen gleichermaßen, macht Spaß, dauert nicht zu lange und die Lust es einfach nochmal zu Spielen ist nach einer Partie in der Regel recht hoch. Und ein besseres Kompliment kann es für ein Spiel gar nicht geben :)
"Die Titanic wird untergehen". Diese Zitat trifft auch auf SOS Titanic zu: Sie wird untergehen. Und die Aufgabe der Spieler ist es, so viele Passagiere wie möglich zur retten.
Zum Spielablauf habe ich ein Video erstellt, in dem ich zeige, wie das Spiel genau funktioniert. Man bekommt denke ich eine bessere Vorstellung davon wenn man es sieht, als wenn es hier im Detail beschrieben wird.
Wie gehts?
Zusammengefasst ist die Spielmechanik eine Patience bzw. Solitär Variante. Das an sich wäre ja nicht so interessant, daher gibt es zum einen Aktionskarten, die einem die Rettung erleichtern und zum anderen Charakterkarten, von denen jeder Spieler vor Spielbeginn zufällig eine bekommt. Jeder Charakter hat eine besondere Fähigkeit, die die Spielregel ein wenig verändert. Die Aktionskarten erlauben es einem z.B. im Nachzieh- oder Ablagestapel nach bestimmten Karten zu suchen, ein paar Karten im Nachziehstapel vorzuziehen, zwei Reihen auf der Titanic zu wählen und die Karten neu zu verteilen, alle gezogenen Karten neu zu mischen, sich eine Reihe komplett anzusehen und dann eine Karte zu wählen und nach vorn zu legen während alle anderen gemischt werden etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig und kreativ. Durch anlegen und verschieben von passenden Karten müssen nach und nach die verdeckten Karten aufgedeckt werden und die Passagiere anschließend auf Rettungsbote evakuiert werden.
Spielmechanik vs. Thema
Ich finde es sehr faszinierend wie gut das Thema mit der eigentlich altbackenen Spielmechanik integriert wurde, alles ergibt irgendwie Sinn. Die Titanic sinkt, daher flüchten die Charaktere auf höher gelegene Decks, wodurch es dort zu immer mehr Chaos kommt. Die Crew kann in einem gewissen Maße rettend eingreifen und durch Actionskarten versuchen, ein wenig Ordnung in der Chaos zu bringen. Sehr motivierend ist vor allen Dingen die Tatsache, dass man die historische Crew als Vorbild hat. Man kann durch Rettung der Passagiere 60 Punkte erreichen. Die historische Crew hätte 19 erreicht. Das heißt selbst wenn man das Spiel nicht komplett schafft, so hat man immer noch das Gefühl etwas geschafft zu haben, wenn man mindestens 19 Punkte erreicht hat, was im Grunde in den meisten Fällen problemlos zu schaffen ist.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Wer wie ich Patience nur vom Solitär-Spiel auf Windows rechner kennt dürfte die Mechanik, dass Decks mit der Zeit vollaufen und man dann die entsprechenden zwei Stapel zuammen mischt ganz gut finden. Denn beim normalen Solitär hat man verloren wenn Karten die man zwingend benötigt irgendwo unter den verdeckten Karten liegen und man einfach durch die vorhandenen Karten nicht herankommen kann. Dadurch, dass hier die Kartenreihen ab und zu neu gemischt werden besteht zumindest die Chance, dass die benötigten Karten ans Licht kommen, wobei man trotzdem versuchen sollte, die so entstehenden Reihen nicht zu lang werden zu lassen.
Wiederspielreiz
Das Spiel ist auf jeden Fall eines der besten und motivierendsten Solospiele, die ich in letzter Zeit gespielt habe. Auch wenn man nicht total frustriert ist, wenn man nicht alle Passagiere rettet, so packt man das Spiel doch nicht lange weg, weil man es einfach nochmal versuchen und besser machen will.
Dabei hat hat das Spiel den Vorteil im Vergleich zum ebenfalls hervorragenden Mage Wars, dass es deutlich weniger komplex und lang ist. Eine Partie ist in der Regel in ca 30 Minuten (± 10 Minuten) gespielt. Trotzdem ist es sehr unterhaltsam und motivierend.
Solo oder Gruppenspiel?
Durch die Charakter- und Aktionskarten macht es sogar mit mehreren Personen sehr viel Spaß. Jeder Spieler hat durch seinen Charakter eine andere Spezialfähigkeit und jeder Spieler erhält in der Regel im Verlauf des Spiels eigene Aktionskarten. Dadurch macht es Sinn sich abzusprechen, wer wann was macht. Gerade wenn man sich Kartenstapel ansehen (und danach wieder mischen kann) ist es von unglaublichen Vorteil wenn mehr Augen am Tisch sind, da sich mehr Leute einfach mehr Karten mischen können. Dadurch findet man unter Umständen raus, wo welche Karten vorhanden sind und kann daher besser entscheiden, welche Karten man wo anlegt. Ich würde behaupten, dass das Spiel im Grunde etwas einfacher wird, wenn man mit mehr Leuten spielt. Und auch mit mehr Spielern ist der eben erwähnte "Nochmal"-Faktor vorhanden. Nach der ersten Partie mit mehreren Leuten wurde das Spiel eingepackt, eine Runde King of Tokyo gespielt und statt noch eine Runde KoT zu spielen wurde vorgeschlagen vielleicht doch noch einmal zu versuchen, mehr Leute auf der Titanic zu retten.
Es ist also gleichermaßen ein hervorragendes Solospiel, macht aber auch mit mehr Personen sehr viel Spaß.
Das spricht in meinen Augen sehr für das Spiel, auch ich alleine habe schon sehr viele Partien gespielt. Und das obwohl ich es eigentlich total doof finde, Spiele allein zu spielen. Aber die 30 Minuten um es vlt. doch mal komplett zu schaffen schiebt man dann doch mal eben zwischen.
Reaktionen von neuen Spielern
Die Reaktion vieler Menschen auf das Spiel ist erstmal "Wie Patience / Solitär als Kartenspiel mit Thema? Aha ... interessant ..." mit einem leicht gelangweilt, uninteressierten Unterton. Vielleicht ist das bei euch auch gerade der Fall. Wenn man dann weiter erzählt, dass es Aktions- und Charakterkarten gibt wächst das Interesse in der Regel ein wenig, und wenn man dann noch sagt, dass es nur 30 Minuten dauert, probieren es die meisten dann doch aus. Und bisher habe ich noch niemanden erlebt, der das Spiel hinterher nicht mochte, eigentlich jeder fand es gut gemacht und wollte am liebsten sofort noch eine Partie spielen. Das ist nicht bei vielen Spielen der Fall. Selbst spiele die man generell mag, möchte man nicht immer zwingend direkt nochmal spielen.
Natürlich ist das Spiel nicht übermäßig komplex, da muss man dann doch schon eher zu Mage Knight und Co greifen. Es ist aber unglaublich motivierend und unterhaltsam und genau das sind für mich persönlich die zwei wichtigsten Anforderungen die ein Spiel erfüllen muss.
Fazit:
Wie hoffentlich rübergekommen ist, mag ich SOS Titanic sehr. Die Spielmechanik wurde hervorragend mit dem Thema verknüpft und zwar deutlich besser als es bei vielen anderen Strategiespielen der Fall ist, denen im Prinzip ein beliebiges Thema übergestülpt werden könnte. Hier macht das Thema wirklich Sinn und man fühlt sich schon ein wenig als Crew Mitglied der Titanic. Egal ob Solo oder als Gruppe, das Spiel unterhält in beiden Konstellationen gleichermaßen, macht Spaß, dauert nicht zu lange und die Lust es einfach nochmal zu Spielen ist nach einer Partie in der Regel recht hoch. Und ein besseres Kompliment kann es für ein Spiel gar nicht geben :)
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